In Zeiten von Piraterie schrumpfen die Umsätze der Musikindustrie. Während gegen Ende der 90er noch Rekordumsätze für Plattenfirmen durch die Gazetten geisterten, so ist seither ein deutlicher Abwärtstrend in allen Bereichen der Kreativwirtschaft zu verzeichnen. Schuld daran ist aus Sicht der Urheber klar die Kopiermentalität, möglichst zum Nulltarif, wie es die Musikwoche auf den Punkt bringt.

Doch was kann man dagegen tun? Follow the White Rabbit. Während Plattenfirmen damit kämpfen, dass ihre Veröffentlichungen nicht schon vor dem “Streetday” illegal im Internet erscheinen, so hat Codeline Records das Patentrezept: Exklusivität und Effektivität! Anhand der folgenden Referenzen ist es gelungen, Werke vor der Veröffentlichung im Rahmen der Bemusterung und Promotion vor Piraterie zu schützen.

Normalerweise versuchen Plattenfirmen mittels eines Vertriebspartners möglichst viele Absatzmöglichkeiten, sprich Plattenläden mit ihren Veröffentlichungen zu versorgen. Sie verlocken mit einem hochwertigen Merchandising den Fan und Konsumenten zum Kauf ihres Lieblings. Doch diese Rechnung geht nicht immer auf. Fast alle Plattenfirmen lassen sich heute ihre Produktionen vom Künstler bezahlen - auch die Werbung für das Produkt. Nicht mehr der Fan ist die Zielgruppe für die Musikindustrie, sondern der Musiker - und das schon seit Jahren.

Artikel die man beispielsweise in Printmedien über diverse Musiker liest, sind keine journalistische Recherche nach neuen musikalischen Trends, sondern vielmehr knallhartes Kalkül. Die Trennung zwischen Journalismus und Werbung verläuft fließend. Unter diesem Aspekt erscheint es logisch, dass ein Vertrieb möglichst überall ein Produkt anbietet, sonst würde sich dieser gerade skizzierte Plan ja nicht rentieren.

Doch warum so viel Geld verschwenden? Der Listenpreis eines Fachmagazins für eine ganzseitige Anzeige (ohne die man in der Regel keinen Artikel über das Produkt erhält) liegt locker im 4stelligen Bereich. Um nur diesen kleinen Teil der Gesamtausgaben einer Veröffentlichung zu relativieren ist ein hoher Absatz notwendig - Die logische Konsequenz ist, dass möglichst viele Shops daher das Produkt verkaufen müssen! Doch was ist, wenn diese Rechnung nicht aufgeht? Was ist wenn sich statt 1000 Einheiten in einem Mailorder nur 10 verkaufen?

Laut GfK, der Gesellschaft für Konsumforschung sind nur ein einstelliger Prozentsatz aller musikalischen Veröffentlichungen wirtschaftlich am Markt erfolgreich. Was liegt dann nicht näher als genau das Gegenteil zu versuchen? Ist es nicht effektiver mit deutlich weniger Aufwand möglichst annähernd das gleiche Ergebnis zu erzielen?

Wenn ein Urheber versuchen würde seine Werke nur über einen Salespoint zu verkaufen, was wäre für einen Fan so schlimm daran sich nur dort sein Exemplar zu beschaffen, sofern die Preisgestaltung einem fairen Wettbewerb stand hält und der Shop zudem seriös arbeitet?

Eigentlich nichts, oder?
Man wird sicherlich nicht mehr verkaufen, als ohne diese Exklusivität, aber man wäre effektiver.
Man würde sicherlich kein hohes Risiko eingehen, aber es wäre kalkulierbar.

Stellen Sie sich vor sie haben einen Tante Emma Laden. Jeden Tag kauft ein ehrlicher Mensch dort Waren ein und bezahlt dafür, während gleichzeitig ein Dieb die Ware gratis erwirbt und die Verpackung im Laden liegen läßt. Sie als Ladenbesitzer sagen dem ehrlichen Kunden, der den Diebstahl sieht: “Ich kann gegen die Diebe nichts machen” und dulden den Diebstahl. Wie lange werden Sie wohl noch ehrliche zahlende Kunden haben? Mit Sicherheit nicht lange, denn der ehrliche Kunde wird Ihnen sagen: “Schmeißen Sie die Leute doch raus, wenn Sie schon niemanden anzeigen!”

Und dieses Problem hat die Kreativwirtschaft. Sie sieht ist machtlos und wird von Politikern seit Jahren vertröstet. Und deshalb ist es falsch den Einsatz von Wasserzeichen ausser Acht zu lassen, denn nicht der Ladenbesitzer ist böse, sondern der Dieb. Da kann es keine 2 Meinungen geben. Wenn der Ladenbesitzer seine Ware mit einem Wasserzeichen verteidigt, dann ist Codeline Records ein digitaler Ladendetektiv und liefert lediglich den Beweis.